Corona-Regeln zur Quarantäne und häuslichen Isolierung

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Grafik Informationen zur Quarantäneverordnung

Corona-Regeln - die wichtigsten Informationen zur Quarantäne und häuslichen Isolierung

Verordnungen legen einheitliche Regeln für Nordrhein-Westfalen fest

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat eine Verordnung erlassen, die für Quarantäne und häusliche Isolierung landesweit einheitliche Regeln festlegt. Diese Regelungen sind Teil der Corona-Test- und Quarantäneverordnung. Auch für die Einreise aus ausländischen Risikogebieten gibt es landesweit einheitliche Regelungen - in der Corona-Einreiseverordnung.

Personen, die an Covid-19 erkrankt sind oder die ansteckend sein können, müssen sich in Quarantäne (zur Vorbeugung) oder häusliche Isolierung (bei bestätigter Infektion) begeben. Sie müssen sich also „absondern“, um keine weiteren Personen anstecken zu können. 
 

Quarantäneverordnung:

Wichtige Regeln
Quarantänepflicht

Eine Quarantäne ist automatisch Pflicht in folgenden Fällen und dann eigenverantwortlich und direkt zu beginnen
 

  • für Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist  
     
  • für Personen, deren Schnelltest oder Selbsttest positiv ausgefallen ist - mindestens bis zum Vorliegen des daraus folgenden PCR-Tests
     
  • für Angehörige desselben Haushalts von Personen mit positivem PCR-Testergebnis sowie mit positivem Schnelltestergebnis, mindestens solange bis ein bestätigender PCR-Test negativ ausfällt
     
  • für Personen, die Krankheitssymptome zeigen und sich deshalb einem PCR-Test unterziehen – auf jeden Fall bis zum Vorliegen des Testergebnisses
     

Über die Quarantäne von Personen außerhalb des eigenen Haushalts, die engen persönlichen Kontakt zu infizierten Menschen hatten, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt.

Grundregel: Quarantäne kommt in Frage, wenn mindestens 10-minütiger enger Kontakt bestand, zum Beispiel im Rahmen eines Gesprächs, und keine Masken getragen wurden. Oder wenn die Person sich mit einer infizierten Person über einen längeren Zeitraum in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum aufhielt.

Mehr Informationen unter Rechtliche Regelungen - Verordnungen, Allgemeinverfügungen und Erlasse

Dauer der Quarantäne

Die Dauer der Quarantäne kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

Es gelten folgende Regelungen:
 

  • Liegt ein positiver Selbsttests oder Schnelltests vor, besteht die Verpflichtung, zur Bestätigung einen PCR-Test machen zu lassen.
     
  • Der Zeitraum von der vorgenommenen Testung bis zum Vorliegen des Testergebnisses muss in Quarantäne verbracht werden. Fällt das Ergebnis negativ aus (= keine Infektion), kann die Quarantäne sofort beendet werden.
     
  • Im Falle eines Tests mit positivem Ergebnis (= Infizierung nachgewiesen) endet die automatische Quarantäne frühestens 14 Tage nach Vornahme des ersten Erregernachweises – wenn die getestete Person symptomfrei bleibt. Zusätzlich muss zur Aufhebung der Quarantäne am letzten Tag der Quarantäne ein negativer Schnelltest bzw. bei schweren Verläufen ein negativer PCR-Test vorliegen.
     
  • Wenn die getestete Person jedoch Symptome zeigt, verlängert sich die automatische Quarantäne so lange, bis 48 Stunden lang keine Krankheitsanzeichen mehr vorliegen.
     
  • Für Familienangehörige und andere Personen derselben häuslichen Gemeinschaft gilt eine automatische Quarantänezeit von 14 Tagen gerechnet ab Testdurchführung beim ersten Haushaltsmitglied. Das Gesundheitsamt kann einen vorsorglichen PCR- oder Schnelltest zu Beginn und zur Beendigung der Quarantäne anordnen.
     
  • Über die Quarantäne von engen Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Hausstandes entscheidet die zuständige Behörde vor Ort. Auch für diese Personengruppe gilt in der Regel eine Quarantänedauer von 14 Tagen. 
     

Ausnahmen von der Quarantänepflicht:
 

  • Für symptomlose Kontaktpersonen bzw. Haushaltsmitglieder eines bestätigten Falles mit einem vollständigen Impfschutz (gemäß RKI-Definition) kann die Quarantänepflicht entfallen. Der Nachweis über einen vollständigen Impfschutz muss dem Gesundheitsamt vorgelegt werden. Diese Ausnahme gilt nicht für Patientinnen und Patienten in medizinischen Einrichtungen und Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeinrichtungen. Entwickelt die Kontaktperson bzw. das Haushaltsmitglied trotz vorausgegangener Impfung Symptome, so muss sie sich unverzüglich in Quarantäne begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen. 
     
  • Über weitere Ausnahmen, zum Beispiel aufgrund einer vorausgegangen Infektion mit SARS-CoV-2 in den letzten sechs Monaten, entscheidet das Gesundheitsamt.
     
  • Bei Verdacht auf eine Infektion mit einer der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Varianten (außer der Variante B.1.1.7) kann eine erneute Quarantäne auch für vollständig geimpfte Personen angeordnet werden.

Mehr Informationen unter Rechtliche Regelungen - Verordnungen, Allgemeinverfügungen und Erlasse

Umsetzung der Quarantäne

Quarantäne heißt,
 

  • direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft.
     
  • kein Verlassen der Unterkunft während der Quarantäne, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes. Das müssen nun andere erledigen.
     
  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden.
     
  • Kontakte zu anderen, nicht in der Quarantäne befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sind nur in Ausnahmefällen zulässig (zum Beispiel bei Betreuungsbedarf). Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer Alltagsmaske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
     
  • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen.
     
  • Die Wohnung darf nur für einen Test oder für notwendige Arztbesuche verlassen werden. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen). In diesen Fällen ist die zuständige Behörde über den Termin zu informieren.

Treten in der Quarantänezeit Symptome auf, ist das örtlich zuständige Gesundheitsamt direkt zu informieren.

Die zuständigen Behörden vor Ort können in Einzelfällen individuelle Quarantäneanordnungen festlegen.

Mehr Informationen unter Rechtliche Regelungen - Verordnungen, Allgemeinverfügungen und Erlasse

Informationspflichten

Personen mit positivem Testergebnis (infizierte Personen) müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte informieren, mit denen sie sich in den vier Tagen vor oder in der Zeit seit Durchführung des Tests getroffen haben.

Das gilt insbesondere, wenn der Kontakt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum über einen längeren Zeitraum bestand, oder in einem direkten Kontakt (über 10 Minuten) kein Abstand von anderthalb Metern untereinander eingehalten wurde und keine Masken getragen wurden.

Die so informierten Personen werden gebeten, sich freiwillig in häusliche Quarantäne zurückzuziehen. Wenn die informierten Personen weiterhin Kontakte nach außen haben müssen, sollen sie verstärkt auf Hygieneregeln achten, Maske tragen, Abstand halten und Kontakte reduzieren - bis das zuständige Gesundheitsamt das weitere Vorgehen festgelegt hat.

Mehr Informationen unter Rechtliche Regelungen - Verordnungen, Allgemeinverfügungen und Erlasse

Einreiseverordnung:

Wichtige Regeln
Einreise aus ausländischen Risikogebieten

Wer aus einem sogenannten „Virusvarianten-Gebiet" nach Nordrhein-Westfalen einreist oder sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem solchen Gebiet aufgehalten hat, muss sich unverzüglich in vierzehntägige Quarantäne begeben und Kontakt zu seinem örtlichen Gesundheitsamt aufnehmen.

  • Diese Maßnahme ist in der aktuellen Corona-Einreiseverordnung festgeschrieben worden, sie steht auf unserer Internetseite zu den rechtlichen Regelungen 
     
  • Dies geschieht, um zu verhindern, dass sich eine gefährliche Variante des Coronavirus, die in diesen Ländern festgestellt wurde, in Nordrhein-Westfalen ausbreitet.
     
  • Ausnahmen von der Quarantänepflicht können für Einreisende aus den Niederlanden, aus Belgien und aus Luxemburg gelten (sofern dort „Virusvarianten-Gebiete" bestehen) 
     
  • Ob Betroffene ihre Quarantänezeit durch Vorlage eines negativen Coronatests verkürzen können und wer nicht zur Quarantäne verpflichtet ist (zum Beispiel Durchreisende, Berufskraftfahrer mit Aufenthalten in NRW unter 72 Stunden) ist ebenfalls in der Corona-Einreiseverordnung geregelt. 
     
  • Welche Staaten und Regionen als „Virusvarianten-Gebiete" gelten, geht tagesaktuell aus dieser Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts hervor

Wer aus einem anderem Risikogebieten im Ausland nach Nordrhein-Westfalen einreist, muss zwar grundsätzlich eine zehntägige Einreisequarantäne antreten.
 

Personen mit vollständigem Impfschutz und Genesene sind negativ Getesteten unter bestimmten Voraussetzungen gleichgestellt.
 

Mehr Informationen unter Rechtliche Regelungen - Verordnungen, Allgemeinverfügungen und Erlasse

Meldepflicht für Einreisende

Zu beachten ist darüber hinaus die Meldepflicht für Einreisende nach der bundesweit geltenden Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums:

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