Coronaregeln zur Quarantäne und häuslichen Isolierung

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Grafik Informationen zur Quarantäneverordnung

Coronaregeln - die wichtigsten Informationen zur häuslichen Isolierung und Quarantäne

Nordrhein-Westfalen setzt die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts um

Mit der aktuellen Test- und Quarantäneverordnung hat die nordrhein-westfälische Landesregierung die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den Quarantäne- und Isolationsregelungen aufgegriffen und umgesetzt.

Ab dem 5. Mai 2022 ist das Freitesten bereits nach fünf Tagen möglich. Wichtig ist: In Nordrhein-Westfalen ist für das Freitesten aber nach wie vor ein offizieller Test (Bürgertestung oder PCR-Test) erforderlich. Alle weiteren Detail sind in der Test- und Quarantäneverordnung geregelt.

Grundsätzlich gilt:

Isolierung: Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, müssen sich in häusliche Isolierung begeben. Sie müssen sich also „absondern“, um keine weiteren Personen anstecken zu können.

Quarantäne: Personen, die Kontakt zu infizierten oder möglicherweise infizierten Personen hatten, werden gebeten, Kontakte zu reduzieren und Innenräume sowie größere Menschenmengen zu vermeiden.
 

Quarantäne und Isolierung

Fragen und Antworten zu den wichtigsten Regeln
In welchen Fällen muss ich mich sofort in Isolierung begeben?

Sie müssen sich in Absonderung begeben, wenn Sie mittels PCR-Test oder Coronaschnelltest positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden sind.
In diesen Fällen erfolgt keine offizielle Aufforderung zur Absonderung. Sie müssen sich eigenständig aufgrund der Corona-Test-Quarantäne-Verordnung zurückziehen.

Hinweise:

  • Personen, die sich nach einem positiven Coronaschnelltest unverzüglich einem PCR-Test unterzogen haben, können bei Vorliegen eines negativen PCR-Test-Ergebnisses die Isolierung beenden. 
  • Das Gesundheitsamt nimmt nicht mehr routinemäßig Kontakt auf. Es ist auch nicht erforderlich, dass Sie sich selbst an das Gesundheitsamt wenden.

Sollten Sie als geimpfte oder genesene Person ein positives Coronaschnelltest- oder PCR-Testergebnis erhalten, unterliegen auch Sie der Absonderungspflicht.

Muss ich nach einem positiven Selbsttest in Isolierung?

Nein, ein positiver Selbsttest begründet noch keine Absonderungspflicht und es entsteht kein Anspruch auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz.

Beachten Sie jedoch, dass eine Verpflichtung besteht, sich unverzüglich mittels Coronaschnelltest oder einem PCR-Test (Kontrolltest) nachtesten zu lassen. Ist das Ergebnis des Kontrolltests negativ, besteht keine Verpflichtung zur Absonderung. Ist das Ergebnis des Kontrolltests positiv, ist die betreffende Person verpflichtet, sich unverzüglich nach Erhalt dieses Testergebnisses auf direktem Weg in Isolierung zu begeben. Es gelten dann die Regelungen der aktuell gültigen Corona-Test- und Quarantäne-Verordnung.
 

Was muss ich bei der häuslichen Absonderung (Isolierung) beachten?

Häusliche Absonderung bei Isolierung heißt, 

  • direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft.
     
  • kein Verlassen der Unterkunft während der Absonderung, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes. Das müssen nun andere erledigen.
     
  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden.
     
  • Kontakte zu anderen, nicht in der Absonderung befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sind nur in Ausnahmefällen zulässig (zum Beispiel bei Betreuungsbedarf). Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer Maske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
     
  • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen. 
     
  • Die Wohnung darf nur für einen Test oder für notwendige Arztbesuche verlassen werden. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, FFP-2 oder medizinische Maske tragen).
     

Weitere Informationen: Im Übrigen wird auf die Verhaltensregeln in den Hinweisblättern des Robert Koch-Instituts „Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Infektion“ verwiesen.

Ich bin positiv getestet. Welche Informationspflichten habe ich gegenüber meinen Haushaltsangehörigen und engen Kontaktpersonen?
  • Personen mit positivem Testergebnis sind dazu verpflichtet Haushaltsangehörige und ihre engen Kontaktpersonen, zu denen in den letzten zwei Tage vor der Durchführung des Tests und bis zum Erhalt des Testergebnisses ein enger persönlicher Kontakt bestand, unmittelbar zu informieren.
     
  • Die kontaktierten Personen müssen sich zwar selbst nicht mehr absondern, es wird aber empfohlen entsprechende Verhaltensregeln einzuhalten (siehe hierzu die Frage „Besteht eine Absonderungspflicht (Quarantäne) für Haushaltsangehörige oder enge Kontaktpersonen?“)
     

Hinweise:

  • Enger persönlicher Kontakt bedeutet: Personen, mit denen für einen Zeitraum von mehr als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ein Kontakt ohne das beiderseitige Tragen einer Maske bestand oder Personen, mit denen ein schlecht oder nicht belüfteter Raum über eine längere Zeit geteilt wurde.
     
  • Wissenswertes finden Sie auch auf der Website des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de/kontaktpersonenmanagement.
Wie lange müssen infizierte Personen in Isolierung?

Die Isolierung endet spätestens nach zehn Tagen ab dem Tag des erstmaligen Auftretens von Symptomen (insbesondere Atemnot, neu auftretendem Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust), wenn zwischen erstem Symptombeginn und Vornahme des ersten positiven Tests maximal 48 Stunden liegen, oder der Vornahme des ersten positiven Tests (PCR-Test oder vorheriger Schnelltest).

Anmerkung: Der positive Testnachweis muss für mögliche Kontrollen der Behörden für mindestens einen Monat aufbewahrt werden.
Die Isolierung von infizierten Personen kann frühzeitig durch eine frühestens am fünften Tag der Isolierung vorgenommene negative Testung mittels Coronaschnelltest oder PCR-Test beendet werden, ein Coronaselbsttest ist hierzu nicht ausreichend.
 

Hinweise:

  • Sofern die Testung mittels PCR-Test erfolgt, ist eine Beendigung der Isolierung auch bei einem positiven Testresultat mit einem CT-Wert über 30 zulässig. Ist das Ergebnis des Tests positiv und, soweit ein PCR-Test erfolgt ist, der CT-Wert unter oder gleich 30, kann ein erneuter Test frühestens nach 24 Stunden vorgenommen werden. 
     
  • Tests müssen die Anforderungen nach Corona-Test-Quarantäne-Verordnung erfüllen.
     
  • Der Testnachweis muss für mögliche Kontrollen der Behörden für mindestens einen Monat aufbewahrt werden.
Wie berechnet sich der Zeitraum für die Isolation?

Bei der Berechnung der Absonderungsdauer zählt der erste volle Tag der Absonderung als Tag 1 der Isolation, d.h. der Tag der Testung/ Symptombeginn wird nicht mitgerechnet.

Ab dem Folgetag wird gezählt, bis die Anzahl an Tagen der empfohlenen Absonderungsdauer erreicht ist (volle Tage).

Beispiel:
Tag des Tests war der 30. November und das Ergebnis liegt am gleichen Tag vor (Tag 0). Die Frist beginnt am folgenden Tag (1. Dezember) zu laufen. Tag 5 ist somit der 5. Dezember. Die Isolierung endet spätestens mit Ablauf des 10. Dezember.
 

Wie muss ich mich verhalten, wenn ich innerhalb des Absonderungszeitraums (Isolierung) einen Test vornehmen lasse?
  • Personen, die nach den Vorschriften der Corona-Test-Quarantäne-Verordnung einen Test benötigen, können die Isolierung am entsprechenden Tag NUR zur Vornahme dieses Tests in einer entsprechenden Teststelle sowie die dazu erforderliche unmittelbare Hin- und Rückfahrt verlassen.
     
  • Bei Verlassen der Häuslichkeit müssen sie die allgemeinen Infektionsschutzregelungen gewissenhaft einhalten und insbesondere durchgängig möglichst eine FFP-2 Maske ohne Ausatemventil, mindestens aber eine medizinische Maske tragen und einen Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einhalten, soweit dies nicht aus zwingenden Gründen ausgeschlossen ist.
Was muss ich NACH Beendigung der häuslichen Absonderung (Isolierung) beachten?

Im Anschluss an die Beendigung der Absonderung (Isolierung) wird bis zum Tag 10 nach Symptombeginn (Isolierung) das kontinuierliche Tragen einer medizinischen Maske im Kontakt mit anderen – insbesondere vulnerablen - Personen empfohlen.

Besteht eine Absonderungspflicht (Quarantäne) für Haushaltsangehörige oder enge Kontaktpersonen?

Nein. Entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts entfällt die behördliche Absonderungspflicht (Quarantäne) für Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen von SARS-CoV-2-Fällen.

Haushaltsangehörigen und Kontaktpersonen, die über ein positives Testergebnis informiert wurden, wird jedoch empfohlen für fünf Tage enge Kontakte zu anderen Personen, insbesondere in Innenräumen und größeren Gruppen, zu vermeiden und, sofern möglich, im Homeoffice zu arbeiten.

Darüber hinaus wird eine Kontaktreduzierung, ein Selbstmonitoring (besonderes Achten auf Symptome sowie Messen der Körpertemperatur, Nutzung von Selbsttests und Bürgertestung) und das Tragen mindestens einer medizinischen Maske bei Kontakt zu anderen Personen bis zum fünften Tag empfohlen.

Hinweis:

  • Treten innerhalb der ersten zehn Tage nach dem Kontakt zur positiv getesteten Person Symptome auf, sind diese Personen verpflichtet, umgehend eine Testung durchzuführen.
Ich bin in einer medizinischen oder pflegerischen Einrichtung beschäftigt und bin positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Was muss ich beachten?

Beschäftigte, die in Einrichtungen oder Unternehmen im Sinne des § 20a Absatz 1 Infektionsschutzgesetz tätig sind, unterliegen zusätzlich im Anschluss an die reguläre Isolierung einem beruflichen Tätigkeitsverbot.

Sie dürfen erst wieder zur Arbeit gehen, wenn Sie mindestens 48 Stunden symptomfrei sind und ihrem Betrieb beziehungsweise der verantwortlichen Person einen negativen Coronaschnell- oder PCR-Test vorweisen können.
 

Ich bin in einer medizinischen oder pflegerischen Einrichtung beschäftigt und bin enge Kontaktperson oder Haushaltsangehörige/r einer positiv getesteten Person. Was muss ich beachten?

Als Kontaktperson oder Haushaltsangehörige/r unterliegen auch Beschäftigte, die in Einrichtungen oder Unternehmen im Sinne des § 20a Absatz 1 Infektionsschutzgesetz tätig sind, keiner Quarantänepflicht.

Für Beschäftigte in Unternehmen und Einrichtungen mit besonders vulnerablen Personengruppen (z.B.  Krankenhäuser, voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen und ambulante Pflegedienste) gilt jedoch eine tägliche Testpflicht vor Dienstantritt für die Dauer von fünf Tagen seit dem Zeitpunkt des engen persönlichen Kontaktes zu einer mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierten Person.

Diese Pflicht wurde in der Coronaschutzverordnung ergänzt und gilt auch für immunisierte Beschäftigte; nicht immunisierte Beschäftigte benötigen in diesen Einrichtungen bereits jetzt in jedem Fall, d.h. auch ohne dass sie Kontaktperson geworden sind, täglich einen offiziellen negativen Test.

 

Die zuständige Behörde hat abweichende Regelungen für mich getroffen. Was gilt nun?

Eine ausdrückliche behördliche Anordnung der zuständigen Behörde für den Einzelfall geht den Regelungen der Corona-Test-Quarantäne-Verordnung immer vor und ist stets zu beachten.

Quarantäne und Isolierung

Informationen für Arbeitgeber und Beschäftigte
Ich bin Corona-Positiv und habe Symptome. Was muss ich tun?

Personen, die positiv auf Covid-19 getestet sind und Symptome der Erkrankung aufweisen, sind arbeitsunfähig und erhalten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von ihrem behandelnden Arzt sowie in der Folge Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber.

Der vorliegende positive Testnachweis ersetzt diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht.

Ein Verdienstausfall entsteht an dieser Stelle nicht.

Ich stehe unter Quarantäne/Isolation und habe keine für Covid-19 typischen Krankheitszeichen: Habe ich Anspruch auf eine Verdienstausfallentschädigung?

Die Verdienstausfallentschädigung nach § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten Personen, die auf Grund einer behördlichen Maßnahme (Absonderung oder Tätigkeitsverbot) einen Verdienstausfall erlitten haben, ohne erkrankt zu sein.

Wie kann ich eine Verdienstausfallentschädigung beantragen?

Durchführungsverantwortliche Behörden sind in Nordrhein-Westfalen die beiden Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.

Die Auszahlung der Leistungen und Beantragung im Nachgang erfolgt bei Arbeitnehmern durch den Arbeitgeber.

Selbstständige Personen stellen die Anträge selbst.
 

Wo kann ich einen Antrag auf Verdienstausfallentschädigung einreichen?

Eine Antragstellung ist für Nordrhein-Westfalen über das Online-Verfahren www.ifsg-online.de möglich. Dort erhalten Sie auch weitere hilfreiche Informationen.

Für die Beantragung benötigen Sie die üblichen personenbezogenen Daten, entsprechende Nachweise zum geltend gemachten Verdienstausfall sowie Nachweise zum Impfstatus der Betroffenen Person.

Während der Antragstellung werden Sie vom Verfahren durch den Antrag geleitet.

Was kann bzw. muss mein Arbeitgeber tun?

Gemäß § 56 Abs. 5 IfSG hat der Arbeitgeber die Entschädigung an den Mitarbeitenden auszuzahlen.

Im Rahmen dessen kommt dem Arbeitgeber eine entsprechende Pflicht zu, das Vorliegen der Voraussetzungen für die Entschädigung im Einzelfall zu überprüfen.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Verdienstausfallentschädigung erfüllt sein?

Grundsätzlich gilt: Voraussetzung für die Verdienstausfallentschädigung nach § 56 Abs. 1 IfSG ist eine behördliche Maßnahme (Absonderung bzw. Tätigkeitsverbot).
 

Für Absonderungszeiträume bis zum 15. Januar 2022 gilt:

  • Für Absonderungszeiträume bis zum 15. Januar 2022 bedarf es für die Beantragung der Verdienstausfallentschädigung daher einer individuellen Absonderungsverfügung der zuständigen Gesundheits- bzw. Ordnungsbehörde.
     

Für Absonderungszeiträume vom 16. Januar 2022 bis 04. Mai 2022: gilt:

  • Für Infizierte und Haushaltsangehörige:
    Die Notwendigkeit der Ausstellung von personenbezogenen Quarantänebescheinigungen wurde durch die Notwendigkeit der Vorlage eines positiven Testergebnisses (z.B. einer Bürgerteststelle) ersetzt. Eine Absonderungsbescheinigung ist insofern auch für die Vorlage beim Arbeitgeber nicht mehr erforderlich

    Es sind insofern alle in der jeweils geltenden Fassung der Corona-Test-und- Quarantäneverordnung aufgeführten Absonderungs- und Isolationspflichten allein durch den jeweiligen Testnachweis zu erbringen.
     

  • Für Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts:
    Für Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts ist weiter eine individuelle Absonderungsverfügung der zuständigen Gesundheits- bzw. Ordnungsbehörde für die Anspruchsgeltendmachung erforderlich.
     

Für Absonderungszeiträume ab dem 05. Mai 2022 gilt:

  • Eine Absonderungsverpflichtung besteht für Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen grundsätzlich nicht mehr. Ein Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung nach § 56 Abs. 1 IfSG kommt allerdings für Personen in Betracht, die mit Covid-19 nachweislich infiziert aber nicht arbeitsunfähig sind.

    Falls die zuständige Behörde eine schriftliche Anordnung auf der Grundlage von § 30 bzw. § 31 Infektionsschutzgesetz im Einzelfall erlässt, kann auch in diesem Fall ein Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung bestehen.  

 
 

Werden die Änderungen der COVID-19-Schutzmaßnamen-Ausnahmenverordnung auf den Ausschluss der Entschädigung nach § 56 Abs. 1 S. 4 IfSG übertragen?

Nein, Nordrhein-Westfalen überträgt diese Änderungen bis auf Weiteres nicht auf die Verdienstausfallentschädigung nach § 56 Abs. 1 IfSG.

Voraussetzung für die Anspruchsgewährung ist eine zum Zeitpunkt der Absonderung vorliegende Immunisierung
 

  • durch Impfung: Impfung bedeutet in diesem Zusammenhang weiterhin, dass zwei Impfstoffdosen (bei Johnson & Johnson reicht eine Dosis weiterhin aus) verabreicht worden sein müssen und anschließend ein Zeitraum von 14 Tagen vor Quarantänebeginn abgelaufen sein muss.
     
  • durch Genesung: Personen, die nach einer Covid-19-Infektion genesen sind, gelten für den Anspruch nach § 56 Abs. 1 IfSG bis zum Ablauf von 6 Monaten nach der Infektion als genesen.
Wie weise ich die Quarantäne bei meinem Arbeitgeber bzw. der Antragstellung nach?

Bei der Antragstellung über www.ifsg-online.de muss die individuelle Absonderungsverfügung der Ordnungsbehörde dem Antrag beigefügt werden.

Für Absonderungszeiträume ab 16. Januar 2022 können als Nachweise die offiziellen Testnachweise (Schnell- oder PCR-Tests) hochgeladen werden, aus welchen sich in Verbindung mit den Pflichten aus der Verordnung ergibt, dass der/die Betroffene zur Absonderung/Isolation verpflichtet war bzw. diese wieder verlassen durfte.

Hieraus müssen sich ergeben:

  • die persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse) des Mitarbeitenden bzw. seines Haushaltsangehörigen (hier genügt der Nachweis der gleichen Adresse) ersichtlich sein,
  • das Testergebnis sowie
  • der konkrete Testzeitpunkt.
     

Weitere Nachweise sind diesbezüglich nicht erforderlich.
 

Erhalte ich eine Verdienstausfallentschädigung, wenn ich nicht vollständig geimpft oder genesen bin, aber infiziert?

Nein, sind Betroffene nicht ausreichend immunisiert und nach dem Ergebnis eines Tests mit Covid-19 infiziert, besteht für sie kein Anspruch, da entsprechend der Regelung des § 56 Abs. 1 Satz 4 IfSG die Entschädigung ausgeschlossen ist, wenn durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung die Infektion und somit die Absonderung hätte vermieden werden können.

Wer hat KEINEN Anspruch auf eine Verdienstausfallentschädigung?

Gemäß § 56 Abs. 1 S. 4 IfSG enthält eine Verdienstausfallentschädigung nicht, wer z.B. durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung eine Absonderung hätte vermeiden können.

Einen Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung nach § 56 Abs. 1 IfSG haben in Nordrhein-Westfalen bis auf Weiteres:
 

  • Mindestens einmal Geimpfte mit Jonson&Johnson ab dem 15. Tag nach der Impfung,
  • Mindestens doppelt Geimpfte mit den übrigen Impfstoffen ab dem 15. Tag nach der zweiten Dosis sowie
  • Genesene bis zu 6 Monate nach der Infektion.
     

Die Voraussetzungen müssen im Einzelfall jeweils zu Beginn des Quarantänezeitraums vorliegen.
 

Hinweis:

Ausgenommen von dieser Regelung bleiben Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können sowie Schwangere und Stillende. Diese Regelung findet in Nordrhein-Westfalen bei Absonderungszeiträumen ab dem 11. Oktober 2021 Anwendung.
 

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