Krankenhausplanung NRW

Krankenhausflur mit Krankenbett

Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen

Mit dem neuen Krankenhausplan ist eine differenzierte Planungssystematik eingeführt worden, die effektive Steuerung, Transparenz und Qualität verbindet.

Die Grundlage für die flächendeckende stationäre medizinische Versorgung in Nordrhein-Westfalen ist die Krankenhausplanung. Die stationären Behandlungsmöglichkeiten im Sinne der Patientinnen und Patienten in unserem Land zu verbessern, ist ein ständiger Prozess. Nordrhein-Westfalen hat sich auf den Weg gemacht, die Krankenhausplanung neu auszurichten.

Neues Planungssystem verbindet effektive Steuerung, Transparenz und Qualität

Seit Ende 2019 sind unter Leitung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in rund 50 Arbeitsgruppensitzungen des Landesausschusses für Krankenhausplanung die Grundzüge für einen neuen Krankenhausplan erarbeitet worden. Ausgangspunkt der Erarbeitung waren die Ergebnisse des Gutachtens zur Analyse der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2019.

Der neu erarbeitete Krankenhausplan ist bundesweit bisher ohne Vorbild. Das Einvernehmen zu einem Krankenhausplan im Landesausschuss für Krankenhausplanung ist „historisch“ und bietet eine sehr gute Grundlage, transparent und vertrauensvoll mit allen Beteiligten weiterzuarbeiten. Die Zustimmung der Fachleute bestätigt ebenso wie der Bundes-Koalitionsvertrag, dass Nordrhein-Westfalen einen richtigen und wichtigen Weg eingeschlagen hat.

Mit dem neuen Krankenhausplan ist eine differenzierte Planungssystematik eingeführt worden, die effektive Steuerung, Transparenz und Qualität verbindet. Es werden künftig sogenannte Leistungsbereiche und Leistungsgruppen ausgewiesen, die die medizinischen Fachgebiete und Unterdisziplinen abbilden. Das neue Planungssystem führt einheitliche und überprüfbare Qualitätsvorgaben je Versorgungsangebot für alle Krankenhäuser ein. Die Krankenhausplanung wird nicht mehr wie bislang vorrangig die „starre Plangröße Bett” zu Grunde legen, sondern von den tatsächlichen Fallzahlen in den verschiedenen Leistungsbereichen ausgehen.
Damit orientiert sich die Krankenhausplanung stärker als bisher am tatsächlichen Versorgungsgeschehen.

Erfahrungen in der Corona-Pandemie

In den neuen Krankenhausplan fließen zudem auch die Erfahrungen der Corona-Pandemie ein: Die flächendeckende Grundversorgung wird gestärkt. In Nordrhein-Westfalen soll für über 90 Prozent der Bevölkerung ein Krankenhaus innerhalb von 20 Autominuten erreichbar sein. Der Plan schreibt auch die flächendeckende Vorhaltung der Intensivmedizin fest. Künftig werden außerdem auch Abteilungen für Lungenheilkunde, die in der Pandemie eine besondere Rolle gespielt haben, wieder im Krankenhausplan ausgewiesen.

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