Pflegeassistenzausbildung

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Pflegeassistenzausbildung

Verordnung wird einheitliche landesrechtliche Grundlage sicherstellen

Neben der Umsetzung der Pflegeberufereform mit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung ist es notwendig, auch die landesrechtlich geregelten einjährigen Ausbildungen in der Altenpflegehilfe und der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz in Nordrhein-Westfalen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Daher werden - wie im Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen beschlossen - die beiden einjährigen Ausbildungen zu einer generalistischen Pflegeassistenzausbildung zusammengeführt und per Verordnung auf eine einheitliche landesrechtliche Grundlage gestellt.

Gleichzeitig werden die Kompetenzen der beiden Ausbildungen insbesondere im Bereich der Behandlungspflege angepasst und vereinheitlicht. Grundlage sind die „Eckpunkte für die in Länderzuständigkeit liegenden Ausbildungen zu Assistenz- und Helferberufen in der Pflege“ (ASMK/GMK Eckpunkte) (BAnz AT 17.02.2016 B3). Diese sind auch für den Zugang zur Ausbildung gemäß § 11 Pflegeberufegesetz relevant.

Mit Einführung der generalistischen Pflegeassistenzausbildung soll für möglichst viele geeignete und motivierte Interessentinnen und Interessenten der Einstieg in die pflegeberufliche Bildung eröffnet werden. Deshalb wird derzeit eine einjährige generalistische Assistenzausbildung in der Pflege entwickelt, die jedoch über die Möglichkeit der Teilzeitausbildung auch für die Teilnehmenden geöffnet werden kann, die für den Lernprozess mehr Zeit benötigen. Es ist dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales ein Anliegen, dass allen motivierten Menschen der Weg in die qualifizierte pflegeberufliche Bildung eröffnet wird.

Die Verordnung wird voraussichtlich zum zweiten Halbjahr 2020 in Kraft treten. Derzeit wird der Verordnungstext entwickelt. Erst mit Inkrafttreten der Verordnung treten die derzeitigen gesetzlichen Regelungen für die Altenpflegehilfe und für die Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz außer Kraft.

Unabhängig davon würde das Landesaltenpflegegesetz ohnehin erst zum 31.12.2026 außer Kraft treten (§ 8 AltPflG NRW), so dass jedenfalls bis zum Inkrafttreten der neuen Regelung keine Lücke entsteht.

Damit keine Auszubildenden der bisherigen einjährigen Ausbildungen verloren gehen, ist außerdem beabsichtigt, die Überleitung von im Jahr 2020 begonnenen Ausbildungen in die generalistische Pflegeassistenzausbildung zu regeln, so dass dann keine Benachteiligungen für die Absolventinnen und Absolventen entstehen.

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