Unterstützungsfonds Bottrop

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Unterstützung für Betroffene des Bottroper Apothekenskandals

Hilfen für Betroffene des Bottroper Apothekerskandals

Zeichen der Anteilnahme und Solidarität

Die Betroffenen des „Bottroper Apothekerskandals“ haben durch die Abgabe von in ihrer Qualität erheblich geminderter patientenindividueller Infusionslösungen zur Krebsbehandlung großes Leid erfahren. Als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität stellt das Land Nordrhein-Westfalen 10 Millionen Euro zur Verfügung. Die Leistung in Höhe von 5.000 Euro pro Person kann ab sofort beantragt werden.

Mit der Verhaftung des ehemaligen Inhabers der „Alten Apotheke Bottrop“ Ende 2016 wurde bekannt, dass dieser über Jahre hinweg patientenindividuelle Krebstherapeutika hergestellt und abgegeben hatte, die eine reduzierte Wirkstoffmenge oder keinen Wirkstoff enthielten. Die strafrechtliche Aufarbeitung endete mit einer Verurteilung des Apothekers zu einer zwölfjährigen Haftstrafe.

Für die Betroffenen dieses Verbrechens hat das Land Nordrhein-Westfalen nun Mittel in Höhe von insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Betroffene im Sinne dieser Richtlinie sind Personen, die ausweislich des Strafrechtsurteils des Landgerichts Essen von den vorsätzlichen Verstößen des Bottroper Apothekers gegen das Arzneimittelgesetz in der Zeit von 01.01.2012 bis 28.11.2016 betroffen waren, beziehungsweise deren Hinterbliebene. Sie können die Leistung in Höhe von einmalig 5.000 Euro beantragen. Anträge sind bis zum 31. Dezember 2022 möglich.

Durch diese Leistung möchte das Land Nordrhein-Westfalen seine Anteilnahme und Verbundenheit mit den Betroffenen zum Ausdruck bringen. Auch wenn das entstandene Leid und die gesundheitlichen Folgen natürlich nicht mit Geld aufzuwiegen sind, soll die Leistung zumindest helfen, entstandene Notlagen ein Stück weit abzumildern und ein Zeichen der Solidarität setzen.    

Antragsstellung:

Wichtige Hinweise

Welche Unterlagen muss ich einreichen?

Antragsformular: ausgefüllt und unterschrieben

Personalausweis: in Kopie

Wohin schicke ich die Antragsunterlagen?

Die Unterlagen können auf dem Postweg oder per E-Mail eingereicht werden.

Postalische Einreichung:
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen,
Referat VI A 3,
Fürstenwall 25,
40219 Düsseldorf
 
Elektronische Einreichung:
Bot-Apo@mags.nrw.de

Was muss ich als Hinterbliebene oder Hinterbliebener beachten?

Hinterbliebene müssen ihre Empfangsberechtigung zusätzlich durch Personenstandsurkunden nachweisen

  • bei Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern: Sterbeurkunde;
  • bei anderen Hinterbliebenen: Sterbeurkunde und Geburtsurkunde zum Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses mit dem bzw. der Verstorbenen

Mit dem Antrag müssen die Hinterbliebenen außerdem versichern, dass die Beantragung der Billigkeitsleistung im Einvernehmen mit weiteren Empfangsberechtigten erfolgt oder solche nicht vorhanden sind.

 

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