Unterstützung im Alltag

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Gespeichert von HKP.Kittel am 15. September 2017
Foto zeigt pfegebedürftige Frau mit Hand an einem Gehstock, auf der die Hand einer Helferin liegt

Mehr Lebensqualität durch Unterstützung im Alltag

Hilfe im Haushalt, beim Einkaufen, bei Behördengängen - pflegebedürftige Menschen, die in ihrem Zuhause leben, und ihre Angehörigen freuen sich über jede Entlastung im Alltag. Unterstützungsangebote im Alltag tragen dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben und ihren Alltag selbständig bewältigen können. Bitte beachten Sie die Erweiterung des Leistungsangebots in Zeiten des Coronavirus (SARS-CoV-2).

Für eine möglichst selbstständige Lebensführung in vertrauter Umgebung benötigen pflegebedürftige Menschen oft nicht nur pflegerische Leistungen, sondern auch ergänzende Unterstützung im Alltag.
Pflegebedürftige Menschen (Pflegegrad 1 bis 5), die zu Hause leben, haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung. Der Betrag von 125 Euro monatlich kann zur eigenen Entlastung oder zur Entlastung pflegender Angehöriger eingesetzt werden. Wer in den Pflegegraden 2 bis 5 eingestuft ist, kann zudem bis zu 40 Prozent der ambulanten Sachleistungsansprüche zur Finanzierung von Unterstützungsangeboten im Alltag verwenden. 

Gut zu wissen: Der Entlastungsbeitrag kann auch über mehrere Monate angespart und ins nächste Kalenderhalbjahr übertragen werden.  

Unterstützungsangebote im Alltag sind zum Beispiel:

  • Gruppen- oder Einzelbetreuung
  • Hilfe im Haushalt
  • Begleitung zum Einkauf
  • Begleitung bei Behörden-, Arzt- oder Kirchgängen
  • Pflege von Sozialkontakten
  • Begleitung zu Kultur- und Freizeitangeboten

 

Angebote zur Unterstützung im Alltag sind ein wichtiges Element in der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie entstehen vor Ort und ergänzen die Versorgung durch Pflegedienste und pflegende Angehörige. In Nordrhein-Westfalen regelt die Anerkennungs- und Förderungsverordnung (AnFöVO) die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag.

Erweiterung des Leistungsangebots in Zeiten des Coronavirus (SARS-CoV-2)

Anlässlich der durch das Coronavirus (COVID 19) ausgelösten Pandemie werden alle erteilten Anerkennungen von Angeboten zur Unterstützung im Alltag befristet bis zum 30.9.2020 auf „Dienstleistungen bis zur Haustür“ erweitert. Es bedarf für diese Leistungen keiner gesonderten behördlichen Anerkennung. Dies ermöglicht es den Anbieterinnen und Anbietern, auf die aktuellen Bedarfe zu reagieren und ihr Leistungsangebot anzupassen. Und es eröffnet vielen pflegebedürftigen Menschen sowie ihren Angehörigen die Möglichkeit, notwendige Unterstützung zu erhalten – Unterstützung, die nicht zwingend einen unmittelbaren Kontakt erfordert.
 
Zu den „Dienstleistungen bis zur Haustür“ zählen zum Beispiel

  • der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs
  • die Erledigung von Botengängen (Arzt, Apotheke)
  • Abhol- und Lieferservice (Speisen, Wäsche)
  • Organisation von Behördenangelegenheiten sowie
  • persönliche Gespräche mittels Telefon, Skype oder Mails

 
Darüber hinaus wird befristet bis zum 30.9.2020 die Abrechnung von Nachbarschaftshilfe erleichtert. Auf den Nachweis der erforderlichen Qualifikation wird in dieser Zeit verzichtet. Informieren Sie sich bei den Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz www.alter-pflege-demenz-nrw.de sowie Ihrer Pflegekasse.

Wichtige Information für die Anbieterinnen und Anbieter von Unterstützungsangeboten

Die Verpflichtung zur Abgabe des Jahresberichts für das Berichtsjahr 2019 entfällt. Dennoch sollten alle Anbieterinnen und Anbieter darauf achten, ihre Daten weiterhin zu pflegen. Wesentliche Änderungen sind auch weiterhin der Behörde mitzuteilen.

 

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