Zukunftscampus Berufliche Bildung – Bildungszentren von morgen

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Foto: Michel Boße mit einer Studentin

Zukunftscampus Berufliche Bildung – Bildungszentren von morgen

Zukunftsweisende Bildungszentren verzahnen die Lernorte der akademischen und beruflichen Bildung vor Ort

Ein Zukunftscampus als innovatives Bildungszentrum mit Modellcharakter bündelt Synergien zwischen beruflicher Ausbildung, Fort- und Weiterbildung und Studium, schafft neue gemeinsame, bedarfsgerechte und passgenaue Bildungsangebote und befördert die Durchlässigkeit, den Austausch und Wissenstransfer zwischen akademischer und beruflicher Bildung sowie betrieblicher Praxis.

 Die Zukunftscampus Berufliche Bildung sollen dazu beitragen,

  • die Attraktivität der dualen Ausbildung für Jugendliche und Betriebe zu steigern,
  • Fachkräfte zu gewinnen und zu sichern - sowie zu unterstützen in der Anpassung an sich verändernde betriebliche Anforderungen,
  • Effizienz und Flexibilität der Prozesse in der beruflichen Bildung zu erhöhen - insbesondere mit Blick auf beschleunigte Anpassungsbedarfe an die wirtschaftliche Entwicklung sowie an ökologische und soziale Herausforderungen.

In der neuen Campussituation sollen die verschiedenen Lernorte der beruflichen Bildung - wie überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS), Berufskollegs und akademische Einrichtungen sowie Betriebe und Unternehmen - kooperieren und ihre Ressourcen und Kompetenzen einbringen, ergänzen und gemeinsam weiterentwickeln. Durch ihre Bildungsangebote, die gemeinsam entwickelt und/oder wechselseitig geöffnet und bestenfalls verzahnt werden, soll die gegenseitige Anschlussfähigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung gesteigert werden.

Dabei soll der Campus real verortet sichtbar sein und zugleich die Potenziale digitalisierter Systeme insbesondere in der Lernunterstützung nutzen sowie Beschäftigte, Auszubildende und Studierende für die digitalisierte Arbeitswelt qualifizieren - von Arbeit 4.0 bis zu New Work.
 

Zukunftscampus Berufliche Bildung im Rheinischen Revier

Zur Entwicklung und Etablierung von Zukunftscampus Berufliche Bildung im Rheinischen Revier hat das MAGS einen Projektaufruf im Rahmen von „Revier.Gestalten“ veröffentlicht. Unterstützt wird die Einrichtung von Projektbüros zur Entwicklung von Umsetzungskonzepten im Rahmen von Machbarkeitsstudien für Zukunftscampus Berufliche Bildung.

Interessierte Träger und Akteure wird eine Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Referat im MAGS empfohlen (Email: Referat-IIA5@mags.nrw.de). Projektskizzen können bis zur Frist am 29.07.2022 eingereicht werden.
 
Den Aufruf und alle weiteren Informationen erhalten Sie auf den Seiten der Zukunftsagentur „Rheinisches Revier“.

 

Drei Zukunftscampus im Ruhrgebiet

Im Rahmen der Ruhrkonferenz wurde im Frühjahr 2021 das Vorhaben „Zukunftscampus – Bildungszentren von morgen“ zur Umsetzung ausgewählt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert in der Folge seit Ende 2021 mit REACT-EU-Mitteln drei Einzelprojekte bis März 2023, die konkrete Umsetzungskonzepte für „Zukunftscampus Ruhr“ erarbeiten. In Dortmund, Oberhausen und der Region Emscher-Lippe entwickeln die Initiatoren auf Basis von Machbarkeitsanalysen ein Konzept, das eine mögliche Trägerstruktur, die inhaltlich-fachliche Ausrichtung und geeignete Bildungsangeboten inklusive digitalisierter Formate beschreibt, mögliche Standorte nennt sowie einen nachhaltigen Finanzierungsplan sowie die nächsten Schritte für die Umsetzung enthält.

 

Umsetzungsstudie zum Zukunftscampus Ruhr

In der Umsetzungsstudie von CHE Consult wurden 2020/21 die Voraussetzungen und Rahmen- und Gelingensbedingungen für einen oder mehrere Zukunftscampus im Ruhrgebiet untersucht und zu Empfehlungen verdichtet. Dazu wurden intensive Literatur-, Internet- und Dokumentenrecherchen, quantitative Auswertungen von Daten zu den Fachklassen/ Studiengängen/ Kursen an Einrichtungen der beruflichen (Aus-) Bildung im Ruhrgebiet vorgenommen. Sie ermöglichen es, bestehende und mögliche zukünftige Schwerpunkte in der dualen beruflichen Ausbildung vor allem im Bereich der technischen Berufe zu identifizieren. Darüber hinaus wurden zahlreiche Expertinnen- und Experten-Interviews geführt. Ein Ergebnis: Der Antrieb für die Gründung von Zukunftscampus ging bis dahin im Wesentlichen von Hochschulen, von Institutionen der Stadt- bzw. Regionalentwicklung oder von Branchenverbänden und Unternehmen aus. Tatsächliche Akteure auf den Zukunftscampus sind jedoch so vielfältig denkbar, wie es Themen und Bildungsträger gibt, die eine Entwicklung vorantreiben wollen. Insofern besteht die Besonderheit bei der Gründung von Zukunftscampus in jedem einzelnen Fall darin, die passenden Akteure für die Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Konzepte zu finden. Nähere Informationen und weitere Ergebnisse entnehmen Sie bitte der Management Summary von CHE Consult GmbH unter den „Informationen zum Herunterladen“.

Kontakt

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Referat II A 5
E-Mail: Referat-IIA5@mags.nrw.de

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